X-Out
64er - 8/1990
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Das Spiel
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X-Out ist ein Vertreter der klassischen Gattung Ballerspiel, der sich vor allem durch sein interessantes Ambiente (alles spielt sich in den Tiefen der Meere ab), einen U-Boot-Shop und die hervorragend gezeichnete Grafik hervortut. Bemerkenswert dabei vor allem der Shop, in dem sich der Spieler seine U-Boote und deren Ausrstung selbst zusammenkaufen kann. Bei entsprechender Liquiditt lt sich hier eine Armada von bis zu fnf Schiffen zusammenstellen, die mit dem heiesten ausgerstet werden kann, was man an Extrawaffen und Satelliten je auf dem C 64 zu sehen bekommen hat. Einziger Kritikpunkt ist die technische Realisierung des Spiels, die in mancher Hinsicht wirklich zu wnschen brig lt. Da kommt es durchaus des fteren vor, da angeblich hochprzise High-Tech-Waffensysteme irritiert ber den Bildschirm ruckeln oder da zusammengesetzte Riesensprites zu flimmern beginnen. Ansonsten verdient X-Out nur die besten Noten.

So lasset uns denn ein letztes Stogebet zum Himmel senden, demtig die Taucherflossen berziehen und den verdammten Aliens zeigen, wo's in Richtung zur Hlle geht...

Mehr als ein Jahr ist es jetzt her, da wir gemeinsam die Aliens von Katakis zum Teufel geschickt haben. Und was soll ich Euch sagen, Brder und Schwestern: Sie sind zurck! Diesmal haben sich die gerissenen Biester doch tatschlich unter Wasser angesiedelt und sich dort ein gewaltiges Imperium aufgebaut. Und soll ich Euch noch etwas verraten? Die hohen Herrscher dieser Erde haben uns, ausgerechnet uns, dazu auserkoren, die Eindringlinge ein zweites Mal zu vertreiben.

Nicht, da ich mir der Ehre dieses Auftrags nicht bewut wre, aber schon die ltesten unserer alten Vorfahren pflegten zu sagen: Stelle er sein Glck nie ein zweites Mal auf die Probe!  oder so hnlich... Naja, wie dem auch sei, wir mssen wohl in den sauren Apfel beien und uns in die grausigen Tiefen der Unterwasserwelt von X-Out strzen. Was, ihr habt was Wichtigeres vor? Zahnarzt? Gromutter besuchen? Hausaufgaben machen? Naja, htt' ich mir ja denken knnen, nicht jeder ist so verrckt wie ich. Nun gut, dann mache ich's halt allein, aber sagt spter nicht, ich htte Euch die Teilnahme an diesem glorreichen Abenteuer nicht angeboten ...


Einige Stunden spter
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So, jetzt sitze ich also in meinem mehr oder weniger schwer bewaffneten Kampf-U-Boot, das ich mir  unverschmterweise  auch noch von den eigenen Ersparnissen zusammenkaufen mute. Mangels grerer Reichtmer befinde ich mich somit in einem U-Btchen der Klasse 1, bewaffnet mit blauem Dreistrahl-Laser, einem Elektrobogen und einem Eater-Satelliten. Ganze 800 Einheiten besitze ich jetzt noch. Die Instrumente sind alle berprft, die Maschinen sind angelaufen, der Countdown strebt unaufhaltsam gegen Null. Drei  ein Rucken durchzuckt mein U-Boot. Zwei  die schweren Tore der Unterwasser-Schleuse ffnen sich.

Eins  verdammt noch mal, is' hier viel Wasser ... Null  Vollgas, ein letzter Blick zurck, jetzt geht's los. Die Beschleunigung drckt mich in den Sitz, einen kurzen Augenblick lang bekomme ich kaum noch Luft, und dann folgt die scheinbare Schwerelosigkeit. Zeigt Euch, ihr Aliens, ich komme! Ohoh, das htte ich wohl nicht so laut sagen bzw. denken sollen. Schon kommen mir die ersten Angreifer entgegen und ballern wild drauf los. Einen Groteil der Gegner erledigt mein Eater, um den Rest mu ich mich selbst kmmern. Das war nicht weiter kritisch, die nchste Formation ist jedoch schon wesentlich robuster. Zum Glck habe ich jedoch noch meinen Elektrobogen, so da mir auch die braunen Kugelwerfer nichts anhaben knnen. Genausowenig brigens wie einige zweibeinige Roboter und unzhlige Selbstschuanlagen. Mein Eater mampft sie einfach weg.

Kritischer sieht es da schon bei der nun folgenden Wasserschlange, einem raketenwerfenden Taucher und dem anschlieend angreifenden Blechfisch aus. Mit vereinten Krften und dem Elektrobogen knnen mein Satellit und ich jedoch auch diese Gegner unschdlich machen. Auf den letzten paar Metern bis zum Ausgang dieses Levels passiert nicht mehr viel Neues, was sich mir dann jedoch in den Weg stellt, ist nicht von schlechten Eltern: Ein riesiges Monster mit zangenbewhrtem Schdel, das blaue Kugeln nach mir wirft und auch sonst nicht mit Munition spart. Die grte Bedrohung scheint mir der schlauchartige Kugelauswurf zu sein, also richte ich mein geballtes Feuer zunchst auf diesen.

Es dauert auch nicht lange, und er fllt ab. Womit ich jedoch nicht gerechnet hatte: Das Monster fhlt sich dadurch in keinster Weise beeindruckt. Im Gegenteil! Der hliche Schdel lst sich vom Krper und schwimmt einfach auf mich zu. Diesen Schreck habe ich zwar gerade noch mit Herzflattern berlebt, der anschlieende Zusammensto war dann jedoch ziemlich bis absolut tdlich. Grumpf! Beim zweiten Versuch klappt's dann besser. Ich beraube das Monster seiner Rhre, flchte dann blitzschnell an den oberen Bildschirmrand und ballere so lange, bis das Biest aufgibt. Danach geht's erst mal wieder ab in den X-Out-Shop. Mein Vermgen hat dank erfolgreicher Ballerei erheblich zugenommen, so da ich mir ein greres U-Boot und dazu noch ein Ersatz-Schiffchen leisten kann.

 
Nur 10 Minuten spter
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Frisch gestrkt geht's anschlieend in Level 2. Hier erwarten mich einige Angreifer, die bis dicht an mich heranfliegen, einen Schu abgeben und dann abdrehen. Ich berlasse sie dem Eater. Gleich darauf erscheint am rechten Bildrand eine sich drehende Formation blauer Etwasse, die allerdings  was ich leider zu spt merke  gegen meine Feuerkraft absolut immun zu scheinen. Ergo bumm, mein schner Fighter ist dahin. An seine Stelle tritt das wirklich mies ausgerstete Ersatzboot. Mit lcherlichen Schchen geht's weiter, doch schon die nchsten, ausgerechnet von hinten angreifenden Gegner machen mir den Garaus.

Danke, so liebe ich das. Und wieder geht's von vorne los... Der zweite Anlauf verluft auch hier erfolgreicher, ich schlngele mich einfach durch eine Lcke in der Kreisformation hindurch. Die zweite Hrde dieser Art bereitet mir nun keine groen Probleme mehr. kurz darauf ist mein U-Boot jedoch ein weiteres Mal einfach weg und macht dem  jetzt zum Glck besser ausgersteten  Ersatzschiff Platz: Ist mir doch glatt eines dieser zweibeinigen Roboterwesen auf den Kopf gefallen. Kann man sich hier denn auf gar nichts mehr verlassen? Zweibeiner gehren auf den Boden und haben einen nicht einfach von oben anzuspringen! Nun gut, ich mache also mit dem Zweitwagen weiter und ballere kreuz und quer durchs Angebot. Nach kurzer Zeit gerate ich jedoch an ein eigenartiges Gebilde aus massivem Stahl, das mir erneut groes Kopfzerbrechen bereitet. Mit kraftvollem Laserfeuer geht es auf mich los und vollfhrt wilde Kapriolen. Mit viel Geschick schaffe ich es, dem Teil meinen Elektrobogen um die Ohren zu schleudern, es wird davon zwar kleiner, verliert jedoch nichts von seiner Feuerkraft. Mehrere weitere Treffer zwingen es dann schlielich in die Knie. ich habe jedoch auch einige Kratzer abbekommen. Meine Energievorrte sind nahezu erschpft.

Der Rest des Levels ist einigermaen ertrglich, das Schlumonster hat es jedoch mal wieder in sich. Ein groes, hliches Blechteil, das aus allen Rohren feuert und von verschiedenen Bootsformationen untersttzt wird. Ich kmmere mich zunchst um die verschiedenen Schuvorrichtungen, peinlich genau darauf bedacht, keinem der U-Boote zu nahe zu kommen, und  lande kurz darauf wieder im Shop. Huch, kein hinterhltiges Nachsetzen des Monsters, keine unsichtbare Falle? Na gut, mir soll's nur recht sein.


Wieder etwas spter
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Mein Budget hat inzwischen ansehnliche Hhen erreicht, und so kann ich mir ein weiteres Ersatzschiff und bessere Ausrstung fr alle Boote leisten. So langsam fhle ich mich in meinem Gefhrt bzw. Geschwimm relativ sicher, eine Smart-Bomb, ein zweiter Satellit und eine Lenkrakete tragen ihren Teil dazu bei. Zurck in Level 3 heien mich gleich wieder einige schiefreudige Kreaturen willkommen, darunter auch etliche hinterhltige Quallen, die sich nach einem Treffer dreiteilen und mit erhhter Geschwindigkeit auf mich zusteuern. Pfui, sind die glitschig... Ich bringe einige Barrieren hinter mich, die mit dem Laser aus dem Weg gerumt werden muten und werde dann von unten angegriffen. Diese Attacke berstehe ich einigermaen unbeschadet, der nchste Gegner lt jedoch nicht mit sich spaen. In Gestalt eines chromglnzenden Unterwasser-Gleiters nhert er sich mir und zerteilt sich dann pltzlich in vier unabhngig voneinander agierende Segmente, die sich von Zeit zu Zeit wieder zusammenklinken. Nur mit grten Mhen und unter Verlust eines U-Bootes gelingt es mir, die vier Teile eins nach dem anderen zu eliminieren.

Gerade will ich kurz durchschnaufen, als mein Boot auch schon wieder Schrott ist. Hat mich doch glatt ein Barrieren hinter sich her ziehender Wurm vom Bildschirm gekickt. Nun gut, mu halt ein Ersatzboot herhalten. Dieses hat es dann auch gleich mit der nchsten kleinen Gemeinheit zu tun: Rote Wuslons, die ich dummerweise achtlos abgeschossen habe, verwandeln sich in winkelfrmige Schutzschilde, die sich so vor meinem Fighter postieren, da sie jeden Schu abfangen. Zum Henker mit diesem verdammten Programmierer, jetzt eiert mein Boot doch tatschlich total wehrlos durch die Gegend. Doch es soll noch dicker kommen: Als die Schutzschilde endlich wieder verschwunden sind, gehen gleich mehrere Barrierenbauer auf mich los und setzen alles daran, mich einzumauern. Da hilft nur eins: Geschwindigkeit des Bootes drosseln und Barrieren bzw. zuerst deren Erbauer abschieen. Die Idee war zwar gut, allein es haperte bei der Ausfhrung  das letzte Ersatzschiff mu ran.

Dieses schafft es dann auch bis zum Ende des Levels und sieht sich schlielich einer grnen Riesengarnele gegenber. Klar, da die nicht etwa an Kekse oder Fernsehen denkt, sondern einzig und allein auf meine Vernichtung brennt. Einer gehrigen Ladung Dauerfeuer genau auf Kieferhhe kann sie jedoch nicht lange standhalten. Mit letzter Kraft verwandelt sie ihren peitschenden Schwanz in viele kleine Angreifer, diese kann ich jedoch auch abwehren und lande so wieder einmal im Shop. Dort investiere ich wieder einen Teil meines Score-Vermgens in neue Boote und bessere Bewaffnung. Im nchsten Level geht es dann nicht viel anders zu als bereits in Level 3. Auch hier verliere ich zwar wieder zwei meiner U-Boote, eine totale Vernichtung mu ich jedoch nicht ber mich ergehen lassen  fast nicht.
 

Noch 'ne Stunde spter
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Horden von ballerwtigen Wesen sowie Barrieren und deren Erbauer habe ich berstanden, das Schlumonster erweist sich dann allerdings als Heimtcke ganz besonderer Art. Gerade will ich mich genlich auf seinen Schdel einschieen, als es pltzlich einen blauen Greifer nach mir wirft. Das Ding spielt auch nicht lange rum, sondern hapst mir einfach meinen Fighter weg. Guten Appetit! Auch meinem letzten Boot ergeht es nicht besser, es wird zwar nicht vom Greifer erwischt, dafr jedoch wenige Sekunden spter genau in dem Moment, als es meinem Gegner in den Sinn kommt, seinen Hals auf ungeahnte Lnge zu recken und selbst zuzuschlagen. Jippy, Level 1, ich komme ...

Von den Qualen, die ich durchstehen mute, um schlielich wieder ans Ende von Level 4 zu gelangen, will ich Euch gar nicht viel erzhlen. Nur soviel sei gesagt: Es hat gedauert  und zwar nicht allzu kurz. Wie dem auch sei, ich stehe wieder vor dem Endmonster ballere bis zur Erschpfung auf die Bestie ein, weiche zum Schlu noch dem angreifenden Schwanz aus und gelange so in Level 5. Mit frisch berarbeiteter Armada und Bewaffnung mache ich mich hier ans Werk und bekomme es gleich am Anfang wieder mit Barrierenbauern zu tun. Mit viel Glck und nur mit Hilfe meiner Satelliten kann ich mir hier einen Weg bahnen und werde sogleich von raketenwerfenden Schnecken unter Beschu genommen. Auch diese stellen kein greres Problem dar. Die nun angreifenden Buggies, die immer frhlich eine Lenkrakete nach der anderen auf mich abfeuern, sind jedoch ziemlich lstig. Da hilft oftmals nur noch die Flucht. Im Rest des Levels tut sich auch hier nichts Neues, einzig bemerkenswerter Aspekt ist die wirklich schn gezeichnete Kristall-Landschaft. Ach ja, und das Endmonster natrlich.

Dieses entstammt einer gar frchterlich garstigen Rasse, sieht aus wie eine Art Unterwasser-Insekt und ist durch nichts, aber auch rein gar nichts, zu beeindrucken. Schsse, Raketen und sogar Elektrobogen knnen ihm nicht allzuviel anhaben, auerdem bewegt es sich so flink ber den Bildschirm, da man es ohnehin nur ein- bis zweimal trifft, bevor es einen zu Tode rammt. Was das bedeutet, drfte inzwischen klar sein: Level 1, Level 2, Level 3 usw.


Und wieder viel spter
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Wieder bei meinem Insektoiden angelangt, entschliee ich mich diesmal zur Kamikaze-Methode, aktiviere meinen Schutzschild und fliege in das Monster hinein. Mit so viel Unverfrorenheit hatte das gute Tier dann wohl doch nicht gerechnet. Es blickt kurz und uerst verdutzt in die Runde und explodiert dann wortlos. Den Shop habe ich ein weiteres Mal im Kaufrausch hinter mich gebracht (so langsam aber sicher wird de ewige Einkaufsbummel lstig ...) und befinde mich nun in Level 6. Auch hier begrt mich gleich wieder ein Barrierenleger, dem ich jedoch  genau wie auch den dann folgenden Angreifern  ausweichen kann. Doch schon wird es wieder eng: Vor mir erscheint eine riesige Bariere, die nur mit Doppelschssen zerlegt werden kann. Nur gut, da meine beiden Satelliten mit Raketenwerfern ausgerstet sind, andernfalls wrde ich hier verdammt alt aussehen.

Sagte ich eben, ich wrde alt aussehen? Falsch! Ich sehe alt aus, und zwar uralt! Nachdem ich mir nmlich einen schmalen Tunnel durch die Barriere geschossen habe und gerade schon aufatmen will, mu ich feststellen, da in ausgerechnet in Hhe eines unberwindlichen Hindernisses gebuddelt habe. Krach, peng, mein U-Boot ist Geschichte, und an seine Stelle tritt der erste Ersatzgleiter. Doch auch diesem soll es nicht viel besser ergehen. Kaum sind die Maschinen richtig warmgelaufen, wird er auch schon von raketenwerfenden Zweibeinern attackiert. Auch hier demonstrieren mir meine beiden Satelliten jedoch wieder eindrucksvoll, warum sie so viel kosten: Die Dinger sind einfach Gold wert ...

Weiter geht's, vorbei an immer mehr Barrieren, Selbstschuanlagen und Zweibeinern. Und alles wird immer enger. Ich verliere noch weitere Ersatzschiffe, aber schlielich ist es dann doch vollbracht: Ich stehe vor dem Endmonster. Dieses scheint sich ber diese Begegnung fast noch mehr zu freuen als ich, denn es strzt sich sofort hellauf begeistert auf mein Schiff  die Monsterftterung scheint hier wirklich verdammt knapp auszufallen. Auch bei diesem Exemplar hilft nur die Rabiatmethode, ich aktiviere meinen Schutzschild und fliege direkt in das verfressene Wesen hinein. Auch diesmal bleibt dem groen Tollpatsch nichts anderes brig, als einige Male vor Wut wei aufzublitzen und sich dann zu verabschieden. Wieder im Shop angelangt, werde ich von Moleb und seinem Kollegen mit Handschlag begrt. Die beiden wissen schon, da es viel zu verdienen gibt, wenn der alte Sam bei ihnen vorbeikommt. Und sie sollen sich nicht getuscht haben, ich lasse wieder Unsummen in ihre Kasse klimpern, um meine Flotte entsprechend auszustatten. Und weiter geht's, unaufhaltsam in Richtung Ende. Oder vielleicht doch nicht ganz so unaufhaltsam ...?

Gleich zu Beginn von Level 7 sehe ich mich mehreren brunlichen Nebelschwaden gegenber, die erstens recht schwer zu eliminieren sind und sich zweitens nach kurzer Zeit in je drei kleinere Nebel aufteilen. Diese haben dann wiederum nichts Besseres zu tun, als sich mit Wutgebrll auf mich zu strzen und mir den Garaus zu machen. Naja, ich hab' ja genug Schiffe, Nummer 2, it's your turn! Nummer 2 schlgt sich  zunchst  auch ganz tapfer, mu dann jedoch sogleich Nummer 3 Platz machen, als es von einem wild um sich lasernden Riesenseepferd(chen) attackiert wird. Und weiter geht der Countdown, Nummer 3 wird von einer besonders schnellen Truppe cybernoider Blechfische ins Visier genommen und einfach vom Bildschirm gerammt. Na, das lobe ich mir, so schnell bin ich meine Armada ja noch nie losgeworden! Nummer 4 und 5 werden ebenfalls noch schnell von Blechfischen und Seepferden berrannt, und schon heit es ein weiteres Mal: Do it again, Sam...


Eine Ewigkeit spter
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Ich beginne also wieder ganz von vorne und gelange nach endlosen Stunden und vielen, vielen Beulen und Kratzern erneut in Level 7. Nebel, Blechfische, Seepferde  alles kalter Kaffee, ich bin auf Euch vorbereitet! Und so gelingt es mir tatschlich, meine letzten beiden U-Boote bis zur nchsten Hrde zu retten. Diese prsentiert sich in Form brodelnder Vulkane, knnen mir jedoch nicht allzu viel anhaben. Dann noch ein paar Blechfische und ein Seepferd, schon ist es geschafft: Das Endmonster meldet sich zu Wort. Hektisch durch die Gegend paddelnd macht es sich an mich heran, ich kann ihm jedoch ausweichen und mich an den oberen Bildrand retten. Hier ballere ich nun, was das Zeug hlt, und warte. Irgendwann wird mir das jedoch zu bld (mein Energievorrat nhert sich so langsam auch schon einem Grad absoluter Lcherlichkeit), und so beschliee ich, die inzwischen schon bewhrte Kamikaze-Nummer abzuziehen: Schutzschirm einschalten, direkt auf das Biest zufliegen und dabei draufgehen. Moment, das ging doch vorhin ganz anders ...?

Verdammt, ich htte wohl doch besser zweimal nachgedacht und wre dabei mglicherweise zu dem glorreichen Schlu gekommen, da sich mein Gegner fr diese Art Angriff viel zu schnell bewegt. Egal, eh zu spt, einen Fighter habe ich noch, und mit dem werde ich's dem Monster jetzt endgltig zeigen! Also wieder an den oberen Bildrand, abwarten und schieen, bis die Rohre hei laufen. Irgendwann klappt es dann tatschlich, mein Gegner gibt klein bei. So, jetzt erst einmal wieder ein netter Einkaufsbummel (hoffentlich mein letzter) und ein kurzer Plausch mit Moleb, schon geht's weiter. Hoch motiviert und mich dem Feierabend schon ganz nahe glaubend, starte ich zur letzten Runde: Level 8. Da geht's dann auch gleich von der ersten Sekunde an hei und vor allem verdammt eng her, meine beiden Satelliten leisten jedoch ganze Arbeit. Auch bei den beiden folgenden Barrieren kann ich mich auf ihre Feuerkraft verlassen, das kurze Zeit spter angreifende Seepferd kennt jedoch  wie blich  keine Gnade. Ich steige also vorsichtshalber schon mal in den nchsten Fighter um und kann so gerade noch beobachten, wie U-Boot Nummer 1 zerschellt.

Weiter trgt mich mein Schicksal dem Ende des Levels entgegen, und der Raum zwischen Wnden, Schssen und Gegnern wird immer enger. Als der Spierutenlauf dann endlich zu Ende zu sein scheint, bekomme ich es auch schon mit der nchsten Garstigkeit zu tun: Zwei unfrmige braune Etwasse strzen sich wild ballernd auf mich und verlangen schon einiges an Geschick und Schukraft, bis ich schlielich passieren darf. Dann wieder einige alte Bekannte  braune Nebel, Seepferde und Barrieren  aber auch hier beweist sich wieder, da einen wahren Helden nichts aufzuhalten vermag. Auch nicht die nun von oben und unten ins Bild ragenden Holzpflcke, zwischen deren messerscharf geschnitzten Spitzen nur recht wenig Platz zum Hindurchschwimmen ist. Ich weiche ihnen in bekannt professioneller Manier aus und stehe kurz darauf vor dem endgltig endgltigen Endgegner. Dieser berragt mich um ein Vielfaches und verfgt auch ber entsprechende Feuerkraft. Gerade will ich noch berlegen, wie ich ihn denn wohl am besten schachmatt setzen knnte, als mich auch schon ein vom Dach des Blechmonsters gestarteter Schwimmer vom Bildschirm fegt.

Im letzten Moment konnte ich jedoch noch erkennen, da sich mein Eater-Satellit an einer bestimmten Position festgefressen hatte, hier jedoch ziemlich wirkungslos herumballerte. Meinen nchsten Fighter positioniere ich also genau an dieser Stelle und siehe da, meine Schsse treffen. Der Satellit steckt die Schlge des Monsters ein und teilt dafr krftig aus. So was nennt man Arbeitsteilung, und es funktioniert zudem auch noch. Einige Sekunden spter ist es dann vollbracht! Mein Gegner fngt an, rgerlich mit den Augen zu rollen, schttelt sich unter der Wucht der ihn beutelnden Explosionen und lst sich dann in Luft auf.


Alles zu spt...
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Mit dem letzten Schiff, den letzten paar Tropfen Energie und dem letzten bichen Kraft rette ich mich aus dieser ungastlichen Welt, lasse den Joystick fallen, renne auf die Strae, schreie der Menschheit entgegen, da sie endlich gerettet sei und umarme eine ltere Passantin, die irritiert und wohl auch leicht schockiert mit ihrem Schirm auf mich einzuschlagen beginnt. Hoppala, ein bichen mehr Dankbarkeit htte ich schon erwartet ...

 

(64'er-Longplay 8/1990; Autor: Matthias Fichtner)
